Arealüberbauung Himmelrych in Merenschwand, Kanton Aargau
In Merenschwand wird auf dem Areal ‚Himmelrych’ eine Wohnüberbauung realisiert. Die Parzelle ist aufgrund einer ehemaligen Deponie im Kataster der belasteten Standorte (KbS) des Kt. Aargau eingetragen. HOLINGER, Luzern, wurde beauftragt, ein Aushub- und Entsorgungskonzept für die schadstoffbedingten Arbeiten zu erstellen und die altlastenbedingte Baubegleitung durchzuführen. Ziel ist es, das Areal aus dem KbS zu entlassen resp. eine Totalsanierung zu erreichen. Dies bedeutet, dass alle belasteten Materialien ausgehoben und fachgerecht entsorgt werden müssen.
Zwischen 1848 und 1880 wurde auf dem Areal eine Kiesgrube betrieben, welche zwischen 1940 und 1971 mit Abfällen aufgefüllt wurde. Daneben diente ein Teil des Areals als Autoabstellplatz.
Es stellte sich heraus, dass der Oberboden im Bereich des Autoabstellplatzes lokal stark mit Schwermetallen belastet ist. Im Bereich der Deponie muss aufgrund der künstlichen Auffüllungen ein Aushub bis in eine Tiefe von 5 m getätigt werden. Beim dabei angetroffenen Auffüllmaterial handelt es sich um stark siltig-sandigen Kies mit einem hohen Fremdstoffanteil wie Ziegel-, Beton-, Keramikbruchstücke, Stoff- und Plastikresten, Pneus, Metallstücke, Eisen und Verbrennungsrückstände. Das Material ist lokal stark mit Cadmium und Zink belastet.
Die ehemalige Deponie dehnt sich bis auf die Nachbarparzelle aus. Um ausschliessen zu können, dass vom angrenzenden Deponiekörper Gas in die neuen Wohnbauten dringen kann, müssen im Böschungsbereich der Baugrube Gasmessungen durchgeführt werden. Falls Deponiegas in die Baugrube eintritt, müssten entsprechend Sicherungsmassnahmen getroffen werden, welche dies verhindern.


